Eric Whitacre und sein etwas anderer Chor

Von Melanie, 23. März 2010 ·

Der Amerikaner Eric Whitacre hat sich einen Traum erfüllt. Aber es ist kein schnelles Auto, kein ausschweifendes Anwesen und auch keine Reise um die Welt, das Whitacres Herz dieser Tage ein bisschen schneller schlagen lässt. Whitacre ist Komponist und Dirigent und er hat es geschafft, einen virtuellen Chor aus rund 200 Sängern zu erschaffen. Jeder einzelne dieser Sänger und Sängerinnen hat seinen Part individuell und für sich in einem YouTube-Video eingesungen.

Komponist Eric WhitacreWhitacre hat alle Solisten in einem Video zum Chor zusammengeschaltet. Gemeinsam lässt er sie das von ihm selbst nach einem Gedicht von Edward Esch komponierte Lux Aurumque singen. Und Eric Whitacre dirigiert seinen “Virtual Choir” natürlich selbst.

Ein Augen- und Ohrenschmaus der besonderen Art – nicht nur für Klassikfans.

{ 10 comments… read them below or add one }

dot tilde dot März 24, 2010 um 00:52

als projekt sehr interessant.

musikalisch: es wird einen guten grund für den übermäßigen hall geben.

.~.

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Melanie Melanie März 24, 2010 um 07:22

:)

Da ich von klassischer Musik selbst kaum Ahnung habe – insbesondere von zeitgenössischer klassischer Musik – kann ich auch nur dem glauben, was mein Ohr mir sagt. Das sagt: Hmm.

ABER: Ich finde das Projekt also solches wirklich phantastisch. Stellen Sie sich die Carmina Burana in einer solchen Inszenierung vor.

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Falk D. März 27, 2010 um 08:35

Also ich sage es mal euphemistisch: Das ist deutlich ausbaufähig. Der Hall, die Kompression, die extreme Filterung, dynamische Bandbreitenbegrenzung und Stereobasisverbreiterung hätten in dem Umfang nicht sein müssen. Gerade die Klassik-Fans reissen sich da mit Nachdruck den Kopfhörer vom Kopf.
Ansonsten ist das natürlich ein besonderes Projekt, es hat sowas schön Neues aus der NewEconomy-Zeit.

Btw: “Your comment has been blocked because the blog owner has set their spam filter to not allow comments from users behind proxies.” geht gar nicht. Abstellen!

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Philippe Philippe März 27, 2010 um 18:29

Bleibt zu hoffen, dass beim nächsten Projekt auch das mit der Musik so hinhaut, dass Klassikfans beigeistert sind.

Vielen Dank für den Hinweis zur fehlerhaften Proxy-Einstellung. Das war nicht Absicht und sollte nun behoben sein. Ausser Spammer soll niemand geblockt werden.

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Falk D. März 28, 2010 um 12:29

Nun ja ich kann sogar relativ genau sagen, warum man diesen Weg gehen musste. Die einzelnen Sänger haben ihren Part zu Hause eingesungen.
Damit da etwas vernünftiges rauskommt braucht es minimal ein ordentliches Mikrofon, das ordentlich eingestellt sein muss und ein rauscharme Vorstufe nebst Soundkarte. Im Semiprofessionellen Bereich reden wir von insgesamt minimal 250,-, eher 400,- bis 500,-. Die einzelnen Stimmen schein aber weiten Teilen mit Onboard-Eqipment und eher ungeeigneten Mikrofonen aufgenommen zu haben. (Studio-)Gesangmikros sind GROSS und haben einen Filter davor.
So musste man die einzelnen Sänger in Dynamik- und Tonumfang “normalisieren” (FIR-Filter) und vermutlich auch entrauschen. Dabei kommt etwas raus, das wie ein besseres Telefon klingt. Es sollte aber “schön” klingen, deswegen kam die erste Portion Hall und mit den 2D-Arrangement kam die zweite [Quelle: Kommentare in Youtube].
Der Proof of Concept ist erbracht, beim nächsten Mal muss man einfach mehr Aufwand betreiben.

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Gunnar März 28, 2010 um 20:46

Wo wurde denn dieses Projekt angekündigt. Ich verpasse irgendwie immer alles.

Wie finde ich denn heraus was wichtig im Netz ist?

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Philippe Philippe März 28, 2010 um 22:25

Eric Whitacre hat das Projekt selbst auf seinem Blog am 13. Juli angekündigt (http://tinyurl.com/y9w2psq). Ich bin aber auch erst darauf gestossen, als das Video bereits fertig geschnitten war und auf Mashable.com erschien.
Mashable ist grundsätzlich eine gute Adresse für News rund um Social Media.

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Gunnar März 31, 2010 um 20:59

Danke für die Antwort.
Aber mir war Eric Whitacre bislang kein Begriff. In welchen Bereichen sollte man ihn denn kennen um von diesem Projekt zu wissen?

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Melanie Melanie April 1, 2010 um 06:06

Ehrlich gesagt war er mir auch kein Begriff, ich bin einfach beim Lesen von diesem und jenem Artikel in meinem Reader über ihn gestolpert. Und hängen geblieben.

Ich bin auch nicht sicher, ob ich weiter über ihn nachdenken werde. Ich war mehr vom Projekt beeindruckt, als von der musikalischen Leistung ;)

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ALYSSA VON WALD - THEODOSSIOU April 27, 2010 um 08:17

Ich habe gestern erstmalig von diesem erstaunlichen Projekt erfahren und finde die Idee als solche ausgezeichnet. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, als Sänger seinen Part von zu Hause aufzunehmen, wo immer in der Welt das ist. Ansonsten-was die technischen Fragen betrifft-stimme ich FALK D.zu. Allerdings muß man sagen, daß die Stücke als Anfangsprojekte gut gelungen sind. Mich würde jetzt besonders interessieren, ob und wie man Kontakt aufnehmen kann. Gibt es eine Adresse für Interessenten?
Danke im voraus für Antworten.

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