Sagt der Grosse zum Kleinen…: Wie man einen Sohn erzieht und andere Tipps für den Elternalltag

Von Philippe24. März 2010

Leben

Es war nicht so, dass ich wirklich danach gesucht habe. Ich bin eigentlich eher zufällig darüber gestolpert – ein Stolpern, das sich gelohnt hat. Über das Blog von Happy Schnitzel landete ich bei 1001 rules for my unborn son. Der Beginn einer Sammlung netter Weisheiten für ungeborene Söhne, die auch für geborene Söhne wie mich viele wertvolle Ratschläge bereit hält. Dabei ist es eigentlich sogar ziemlich egal, wie nützlich, wertvoll oder praktisch das Geschriebene ist. Denn ich habe beim Durchlesen der Regeln im Blog bisher ungefähr 431 lächeln müssen. Regeln für meinen ungeborenen Sohn

Hier ein paar Beispiele:

Regeln für meinen ungeborenen Sohn

Ziel des Blogs ist es, am Ende zu einer Sammlung von 1001 Regeln zu gelangen. Bislang sind es 431. Die meisten kamen vom Schriftsteller Walker Lamond, dem Vater des Blogs. Besucher sind jedoch eingeladen, selbst Regeln einzusenden. Eine Garantie, dass diese tatsächlich veröffentlicht werden, gibt es allerdings nicht.

Entstanden ist die Idee vor rund zwei Jahren. Am 23. Mai 2008 wurde die erste Regel verkündet: „The one with the gold makes the rules“. Mit der Zeit haben sich so viele Regeln angesammelt, dass daraus inzwischen ein Buch (Amazon) entstand. Es hat denselben Titel wie das Blog. Rules for my unborn son kann man auch auf Twitter folgen.

Für ihren Vater gehörst Du nicht ins Bild solange ihr nicht verheiratet seid

„Und was ist mit uns?“, werden sich die weiblichen Besucher dieses Artikels vielleicht fragen. Und in der Tat, es gibt sie, die 1001 rules for my unborn daughter. Qualitativ schafft es dieses Blog aber leider nicht an sein männliches Geschwisterblog heran.

Wem das als Anleitung für die Erziehung der Sprösslinge noch nicht ausreicht, der findet im ZEIT Magazin den ultimativen Elternknigge (09/2010). Da werden Fragen beantwortet wie „Wann soll ich mit meinem Kind das erste Bier trinken?“ Autor Matthias Kalle meint: „So früh wie nötig.

Wie sehen Sie das?

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Jens Arne Männig März 25, 2010 um 08:43

Das ist etwas, das mich schon seit vielen Jahren an der amerikanischen Kultur fasziniert: Es gibt noch Wahrheiten, an denen man sich festhalten kann, und Zweifel werden von den Anhängern dieser Wahrheiten, die die moral majority darstellen, nicht akzeptiert. If you do it like that, you’ll be successful! ist die Devise, auf der unzählige Ratgeber mit ähnlichen Sprüchen wie auf Rules For My Unborn Son Belehrung und Erbauung verheißen.

Das bekannteste Werk dieser Art dürfte wohl H. Jackson Brown, Jr.’s Life’s Little Instruction Book sein, das gemeinsam mit seinem Folgewerk inzwischen 1560 wichtige Winke und Ratschläge umfasst. Parodien auf solche bierernsten Lebensweisheiten lassen meist nicht lange auf sich warten, und so erschien schon Anfang der 90er Jahre auch Life’s Little Destruction Book, dass mir noch weit mehr Freude bereitet hat. In diesem wunderbaren Werk findet man beispielsweise elementare Tipps wie Practice the art of limp handshakes, Make scary faces at babies oder Remind people who lose their jobs that they probably should have worked harder.

Freundlicherweise hat sich jemand die Mühe gemacht, einen Teil der destruktiven Instruktionen ins Netz zu stellen. Mehr ging wohl nicht, aus urheberrechtlichen Gründen. Viel Spaß trotzdem beim lebenslangen Lernen!

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Melanie Melanie März 27, 2010 um 18:59

Danke für Deinen Kommentar und passenden Links!

Tatsächlich habe ich selbst die “rules” weniger als Belehrung noch als Erbauung gelesen. Vielmehr sind sie für mich ein augenzwinkernder Blick auf die kleinen Unwägbarkeiten des Lebens, die jeder von uns in dieser oder anderer Form erfährt. Gepaart mit der Erkenntnis, dass man nachher immer schlauer ist.

Kinder mit klugen Ratschlägen und pseudoweisen Sinnsprüchen auf das Leben vorbereiten zu wollen ist meiner Meinung nach ohnehin der falsche Ansatz. Die lebensnahen Anekdoten im ZEIT-Elternknigge kommen meinen Ideal da deutlich näher.

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Frau Elise März 30, 2010 um 17:20

Ganz, ganz wunderbar. Danke!

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Melanie Melanie April 1, 2010 um 06:07

Für Sie doch immer gerne, Gnädigste!

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